Welche Sprengstoffe gibt es? – Tests müssen ohne Kontakt auskommen

Es gibt mehrere Hundert chemische Verbindungen, die auf die ein oder andere Art und Weise explosiv sind. Flüssigsprengstoffe, Plastiksprengstoffe und andere reagieren auf ganz unterschiedliche Signale: Während manche Sprengstoffe durch elektrische Impulse explodieren, reagieren andere bereits auf Berührung, auf Druck oder Schütteln.

Welche Sprengstoffe gibt es?

Man unterscheidet die Sprengstoffe einerseits nach ihrer Nutzung (militärisch oder gewerblich), andererseits nach ihrer chemischen Verbindung. Es gibt dementsprechend Initialsprengstoffe, Sekundärsprengstoffe, Booster und Mischsprengstoffe. Schwarzpulver ist beispielsweise der älteste bekannte Explosivstoff und wird den pyrotechnischen Sätzen zugeordnet. Chloratsprengstoffe dagegen sind extrem reiz empfindlich und werden heute kaum noch benutzt. Sie wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und bestehen aus Alkali- und Erdalkalichloraten sowie organischen Substanzen oder Ersatzsprengstoffen. Gelatinöse Sprengstoffe enthalten meist Sprengöle wie beispielsweise Glycerintrinitrat, Diethylenglycoldinitrat oder andere. Die pulverförmigen Sprengstoffe können anhand des Gehalts von Ammoniumnitraten oder Ammoniumkarbonaten nachgewiesen werden. Sie benötigen aber einen Booster, also eine Verstärkerladung, um zu zünden. Ammoniumverbindungen werden auch für Sprengschlämme und Emulsionssprengstoffe genutzt.

Welche Sprengstoffe gibt es? - Tests müssen ohne Kontakt auskommen

Welche Sprengstoffe gibt es?

Zahlreiche. Die meisten Sprengstoffarten lassen sich mit Hilfe von Schnelltests nachweisen, die auf wenige chemische Verbindungen reagieren, beispielsweise Nitrate oder Ammonium.

Sprengstoffarten nach Grundsubstanzen

Welche Sprengstoffe gibt es? Die Frage lässt sich einfacher beantworten, wenn man die Grundsubstanzen ansieht und die Sprengstoffarten daran festmacht. Ziemlich hohen praktischen Nutzen haben:
– Ammoniumpikrat
– Trinitrotoluol (kurz TNT)
– Trinitrophenol (auch als Pikrinsäure bezeichnet)
– Tetryl
– Ethylenglycoldinitrat
– Diethylenglycoldinitrat
– Triethylenglycoldinitrat
– Glycerintrinitrat (als Nitroglycerin besser bekannt)
– Nitropenta (PETN oder Pentrit genannt)
– Cellulosenitrat
– Nitroguanidin
– Ethylendinitramin
– Pikrylaminodinitrophyridin
– Nitrotriazolon
– und weitere

Diese vielen Sprengstoffarten stehen natürlich nicht immer und überall zur Verfügung. Sollen Sprengstoffe schnell und sicher aufgespürt werden, beispielsweise in Bahnhöfen und Flughäfen, bei Festivals und an anderen öffentlichen Orten, müssen nicht alle Sprengstoffarten abgetestet werden. Es reicht aus, die gängigsten Verbindungen schnell zu finden. Das können einerseits Spürhunde erledigen, andererseits stehen chemische Tests zur Verfügung.

Für die öffentliche Sicherheit: Um welche Sprengstoffe handelt es sich?

Mit speziellen Sonden, die eine einfache Probenentnahme ohne Druck ermöglichen, sowie einer festen Hülle aus Kunststoff, sind die Schnelltests sehr sicher. Wenn man bei Gepäckkontrollen oder im militärischen Bereich der Frage nachgeht „Welche Sprengstoffe gibt es?“, dann müssen schnell viele verschiedene Sprengstoffarten getestet werden. Die Tests müssen auch bei extremen Temperaturen verlässlich arbeiten und sollten lange haltbar sein. Die Touch & Know Explosivstoff-Tests von ulti med beispielsweise geben schnell und sicher Antwort auf die Frage: Um welche Sprengstoffe handelt es sich?